Schule mit Leben

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Das längste Bild Deutschlands

Alles begann mit einem netten Anschreiben: Anlässlich der Feiertage zur Deutschen Einheit im Jahr 2006 in Kiel sollte es einen Bildband geben, in dem Grundschüler aus ganz Deutschland ihre Schule oder ihre Heimat malen sollten. Der Bildband sollte unter dem Titel "Das längste Bild Deutschlands" aufgelegt werden. Auch die Johanna-Mestorf-Schule wurde ausgewählt und so erhielten wir einen Brief von höchster Stelle aus dem Ministerium.
Da es gewisse Vorgaben gab (so musste das Bild eine gewisse Größe haben und sollte auf einer Leinwand gemalt werden), musste rasch geplant und ein Konzept entwickelt werden, wie unser Beitrag aussehen könnte... Frau von Homeyer übernahm die Leitung, die Firma Hugo Hamann sponserte die teuren Farben und so ging es los. Je drei Schüler der 2a und der 3a opferten mehrere Stunden und viele Pausen und fertigten ein schönes Bild an, auf dem sechs Kieler Wahrzeichen zu sehen waren.

Damit das Bild nicht geknickt wird, gab Frau von Homeyer es persönlich im Landeshaus ab, wo es leider verlorenging. Dass etwas schief gelaufen war, ahnte Frau Günther, als sie auf der Internetseite des Ministeriums feststellen musste, dass unsere Schule nicht auf der Teilnehmerliste stand. Wie und wo das Bild verlorengegangen ist, ist bis heute nicht geklärt - lediglich die Tatsache, dass es weg ist, steht fest. Telefonate und Briefe gingen hin und her...

... und die Geschichte fand noch ein "Happy End", denn der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, nahm den von uns gemeldeten Verlust zum Anlass, die sechs Künstler zusammen mit Frau von Homeyer und Frau Günther in sein Büro einzuladen. Bei Kakao und Kuchen konnten die Kinder so einmal mit dem mächtigsten Mann des Landes zu plaudern. Dies war sogar in der Kieler Nachrichten zu lesen.


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... und was lange währt, wird doch noch gut!

Im Oktober 2009 erhielten wir einen Anruf – man hat bei Aufräumarbeiten in der Staatskanzlei tatsächlich unser Bild wieder gefunden. Die Freude darüber ist groß. Wir haben das Bild inzwischen rahmen lassen. Es „wohnt“ jetzt seit ein paar Tagen in unserem Lehrerzimmer.